Alternatives Advents“fasten“ mit Leserfrage

Der Advent war ja ursprünglich – was auch durchaus viel Sinn macht – ebenfalls eine Fastenzeit. Heute, wo man (man denke allein an den typischen Adventskalender) von Schokolade, Plätzchen, Glühwein und mehr geradezu begraben wird, gestaltet sich die Gestaltung des Advents als Zeit der Entsagung deutlich schwieriger.

Mein kleiner Vorschlag (es ist wirklich ein sehr kleiner, unbedeutender Vorschlag): Man könnte sich doch vornehmen, im Advent auf das „schnelle Glück“ zu verzichten (d.h. auf den immer leistbaren Discount-Preis) und bei bestimmten Lebensmitteln darauf achten, dass sie fair gehandelt oder bei entsprechenden Produkten bio sind.

Zum Beispiel bei:

  • Schokolade
  • Kaffee
  • Kakao
  • Tee
  • Milch
  • Käse
  • Honig

Allein durch die höheren Preise weiß man den Wert dessen, was man kauft, wieder mehr zu schätzen. So könnte man wenigstens ein klein wenig dazu beitragen, im Advent mit dem Thema Nahrungsmittel bewusster umzugehen und zugleich auch noch etwas für andere Menschen und die Schöpfung tun, was sicherlich auch gut in den Advent und zudem ins frisch gestartete Jahr der Barmherzigkeit passt.

Wer noch mehr Herausforderungen will, kann dazu noch die Enzyklika Laudato Si‘ in den Wochen vor Weihnachten lesen 🙂 So viel für heute aus Paris, wo gerade Klimagipfel ist 😉

Wichtige Frage an alle, die bis hierhin gelesen haben: Fastet jemand von Euch trotzdem im Advent?

Und jetzt noch das Motivationsbild für den fairen Handel:

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Die ist wirklich sehr gut!

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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18 Antworten zu Alternatives Advents“fasten“ mit Leserfrage

  1. Tarquinius schreibt:

    Fastet jemand, der zugibt, dass er fastet? 😉
    Ich versuche jedenfalls, ein halbwegs ähnliches Fasten zu halten, wie … in der Fastenzeit. Freudiges Fasten eben. 🙂 Vor allem bemühe ich mich, auf die „Einheit der Mahlzeit“ zu achten; eben nicht mal etwas zwischendurch futtern, sondern eben während Hauptmahlzeit, Frühstück oder Abendbrot. Das kann ggf. auch schon eine kleine Herausforderung sein, selbst, wenn die Gesamtmenge nicht unbedingt großartig reduziert ist.

    Und wo Du von Lebensmittelkosten sprichst: Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich meinen Rucksack für ein paar Euro mit Nahrungsmitteln vollpacken kann. Irgendwas stimmt da nicht …

  2. Andreas schreibt:

    Also beim Fasten falle ich dauernd auf die Nase, also habe ich in der Regel sowieso schon sehr niedrigschwellige Ziele und nehme mir sonst eher anderes vor … 😉

    Bei Lebensmitteln achte ich aber in der Tat bereits seit einiger Zeit auf Zucht und Erzeugung (wobei man zwischenzeitlich zum Beispiel für eine Tafel mit Markenname eigentlich mehr löhnt als für eine UTZ-zertifizierte Variante vom Discounter). Die übelsten Sachen gibts, glaube ich, bei Geflügel- und Schweinefleisch. Ersteres esse ich selten. Zweiteres aber kaufe ich nur noch beim Metzger mit passenden Lieferanten oder gleich aus dem Bio-Bereich.

  3. unigenita schreibt:

    Ich faste (auch). Dieses Jahr zum zweiten Mal im Advent. Und ich habe vor, das auch konsequent streng durchzuhalten. Einmal am Tag gibts was „richtiges“ und ansonsten wirklich nur was Kleines, aber möglichst Gesundes zu den anderen Hauptmahlzeiten. Süßes gar nicht. Ich mache das so, weil es mir eigentlich relativ wenig ausmacht und ich mich, wenn ich mich einmal dazu entschieden habe, nicht dabei quäle. Dennoch muss ich schon immer sehr aufpassen, dass ich nicht mal eben so nebenbei „aus Versehen“ irgendwas futtere… 🙂

    • mirasol schreibt:

      Gutes Gelingen! 🙂
      Ich wüsste gar nicht wie ich das so richtig in meinen Alltag integrieren sollte… Und ohne Frühstück geht bei mir mittlerweile gar nichts… Aber das dann als Hauptmahlzeit… Ohje. 😀

    • theresia_viasvitae schreibt:

      Danke für Deinen Beitrag – ich hätte nicht gedacht, so viele Rückmeldungen zu bekommen, das ist wirklich schön! Ja, so richtig Fasten im Advent habe ich mir persönlich nicht zugetraut. Wie machst Du das denn bei den vielen stattfindenden Advents- und Weihnachtsfeiern, gerade auch im kleineren oder kirchlichen Kreis? Ich würde mir dort komisch vorkommen, daneben zu sitzen und nichts zu essen…Aber es hilft natürlich ungemein, den Aspekt des Wartens und Harrens bewusster zu machen.

      • Tarquinius schreibt:

        Wie die Kollegin es hält, weiß ich nicht … aber es dürfte doch die alte Regel gelten: Am fremden Tisch fastet man nicht. 😉

      • unigenita schreibt:

        Also, es kommt natürlich schon etwas auf den Anlass an. Freunde und Familie wissen eh, dass ich faste. Da ist das kein Problem, dass ich dann eben nur eine Kleinigkeit mit esse und Süßes gar nicht. Allerdings hat beispielweise meine Mutter im Advent Geburtstag. Da fände ich es wirklich nicht schön und eben unhöflich nur dabei zu sitzen. Aber dann gibts eben nur ein Stück Kuchen, statt drei.
        Letztes Jahr hatte ich mir zu Weihnachten Lebkuchen gewünscht. Und ich muß sagen, das war ganz fantastisch, weil man sich dann so richtig drauf freut und nicht schon in der ganzen Adventszeit mit solchen Dingen vollgestopft ist. Eben etwas Besonderes zum Fest!

  4. mirasol schreibt:

    Mir fällt es schwer Advent und Fasten in einem Satz zu nennen… Wie Du schon schreibst, da werden Plätzchen gebacken (und gerade wenn man kleinere Kinder in der Umgebung hat ist es schwer das nicht zutun), es gibt Glühwein (und den gibt es doch nur einmal im Jahr!) und überhaupt… Diese ganzen winterlichen/weihnachtlichen Gebäcke wie Lebkuchen und Spekulatius… Das isst man doch nicht im Sommer! Und alles dann an den drei Weihnachtstagen reinstopfen find ich irgendwie ziemlich dämlich…. Außerdem erwartet uns im Gegensatz zur Fastenzeit vor Ostern doch hier ein freudiges Ereignis… „Freudiges Fasten“ klingt für mich so widersprüchlich.
    Da finde ich Deine Idee wirklich ziemlich gut und keine gute Alternative… Wobei ich auch da hin und wieder (wenn das schlechte Gewissen kommt) schon drauf achte… das ist aber ausbaufähig. Gerade was Andreas ansprach mit dem Fleisch, wobei ich da eher „Hühnchenfraktion“ bin… Macht es aber nur bedingt leichter, eher schwieriger, denn einen argerecht gehaltenen Hühnermetzger gibt es selten… (Ich hab da allerdings das Glück zumindest einmal im Monat „beliefert“ werden zu können, ebenso was Rind- und Schweinefleisch angeht – Frisch vom Bauern! 🙂 )
    Kurzum… Mir ist das Thema „Fasten“ allgemein noch zu sehr abstrakt und für mich finde ich gibt es derzeit wichtigere Dinge mit denen ich mich vorerst beschäftigen sollte… 😉

    • mirasol schreibt:

      Das sollte natürlich heißen „eine gute Alternative“ 😀 😀

      • theresia_viasvitae schreibt:

        Tausend Dank für die nette Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass Du auch etwas zum Thema bewusster Konsum geteilt hast. Von „Frisch-vom-Bauern“ träume ich für später auch, das ist wirklich großartig! Mich betrifft es nicht, aber ich bin trotzdem immer geschockt, wie unglaublich teuer so ein Tiefkühl-Huhn bei Alnatura ist – aber ich denke, dass das eigentlich wohl der Preis sein müsste, damit es eben nicht mehr im Unverstand gegessen wird.

  5. mirasol schreibt:

    Liebe Theresia… Wie sollen wir eigentlich an die „sehr gute Schokolade“ aus Frankreich ran kommen? 😀

    • theresia_viasvitae schreibt:

      Guter Punkt! 😀
      Es ist mehr so ein…Serviervorschlag 😀 Ein Beispiel, das anregt, selbst im Fair Trade-Regal zu stöbern…Ansonsten kann man mich besuchen kommen (würde ich aber wegen der Sicherheitslage aktuell nicht so empfehlen) oder nett zu mir sein und eine zu Weihnachten geschickt bekommen 😉
      Aber ich bin natürlich schon großartig, unter einen Fasten-Beitrag ein Schokoladen-Bild zu packen, confiteor…

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