Zum Tage

Das Fest der hl. Thérèse de l’Enfant-Jésus et de la Sainte-Face kann hier natürlich nicht unerwähnt bleiben! Ich habe erst kürzlich ein Buch erworben, das eine Anthologie ihrer Gedanken, Unterhaltungen und Schriften bietet und daraus ein Beispiel ausgesucht, an dem man die Unmittelbarkeit und Überzeugungskraft der kleinen Thérèse erkennt:

« N’attendez jamais au lendemain pour commencer à devenir sainte ! »* – Warten Sie niemals den nächsten Tag ab, um mit dem Vorhaben zu beginnen, heilig zu werden!

Bei Thérèse geht es wahrhaft um hier und jetzt und um Gott und mich. Hier und jetzt sollen wir beginnen, heilig zu werden – d.h. ganz praktisch, die Worte der Offenbarung auf unser Leben anzuwenden und z.B. unangenehme Dinge in Geduld zu ertragen in der Erinnerung an all das Schwierige, was der Herr für uns ertragen hat. Das kann heute vielleicht eine nervige Fahrt in der vollen U-Bahn sein!

Und dass es ganz konkret um Gott und mich gehen soll, sagt letztlich schon ihr Ordensname: Im Antlitz Jesu sein Leben zu leben bedeutet, alles unmittelbar auf Ihn zu beziehen – Ihn als wahre Realität in unserem Leben zu akzeptieren und nicht so zu tun, als gäbe es einen Teil unseres Lebens, in dem er eine Rolle spielen darf, während der Rest ohne ihn abläuft.

Das war jetzt ein bisschen Thérèse und ein bisschen Theresia, aber ich glaube, wir sind uns da ganz einig 😉

Hl. Thérèse vom Kinde Jesu, ora pro nobis!

* Thérèse de Lisieux, Pensées, Paris 1974, 47.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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2 Antworten zu Zum Tage

  1. Carina schreibt:

    „Ihn als wahre Realität in unserem Leben zu akzeptieren und nicht so zu tun, als gäbe es einen Teil unseres Lebens, in dem er eine Rolle spielen darf, während der Rest ohne ihn abläuft.“

    Vielen Dank für diesen Gedanken! 🙂

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