„Ich bin kein Besichtigender“ – ein schöner Satz aus Assisi

Gestern bin ich an meiner zweiten Station, Assisi, angekommen. Waren bereits in Florenz Kirchen und Heilige in großer Zahl präsent, so bedeutet dieser Wallfahrtsort nun freilich nochmals eine Steigerung.
Bei dem Besuch der Basilika S. Francesco habe ich heute einen Satz gehört, der gut zu dem passt, was ich in meinem letzten Beitrag zur „Musealisierung“ von Kirchen schrieb. Genau, um dem entgegenzuwirken sagte dort nämlich der Franziskaner des Sacro Convento, der die Führung machte: „Ich bin hier kein Besucher, ich bin hier zu Hause! Wir sind keine Besichtigende, wir gehören schon zu Christus!“
Er setzte sich ein für eine subjektive Sicht auf Kirchen und ihre Kunst und warnte davor, sie nur objektiv zu betrachten und z.B. nur zu fragen, wann welcher Teil gebaut wurde. Bei der Betrachtung der Heiligenviten in Form großartiger Fresken soll man nicht beim Anschauen stehen bleiben, sondern immer auch an seine eigene Lebensgeschichte denken.
Das hat mir natürlich sehr gefallen.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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