Ein Tag ohne Sünde

Sehr häufig enthält die morgendliche Laudes eine in etwa so lautende Fürbitte:

Bekehre unsere Herzen zu Dir;
– bewahre uns heute vor jeder Sünde.

Demnach betet man mit am häufigsten dafür, den Tag zu verbringen, ohne zu sündigen. Gleichzeitig wird mir immer wieder bewusst, wie wenig ich das auch nur einen Tag lang durchhalte – das Stundenbuch wird zugeklappt und schon verliert man sich in weltliche Marotten.
Wie schnell ist man doch dabei, über andere zu reden oder sich über andere lustig zu machen!
Ich würde mich freuen, wenn ich es schaffen würde, diese wirklich oft wiederkehrende Bitte aus dem Herzen zu sprechen und sie vor allem länger im Herzen zu bewahren. Um offener zu werden für Gott und den Nächsten, statt beiden, wie so häufig, nicht die Achtung entgegenzubringen, die sie verdienen.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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3 Antworten zu Ein Tag ohne Sünde

  1. Tarquinius schreibt:

    Das Gute auf der anderen Seite: Wenn es mit Gott klappt, dann klappt es eigentlich auch mit den Menschen. 😉

    Ich hatte mir mal angewöhnt, folgenden Ratschlag eines geistlichen Schriftstellers einzuhalten: sooft ein schlechter Gedanke über jemanden aufkommt, direkt ein Gebet für ihn hinterherschicken. So macht macht das nicht nur wieder gut, besiegt ein Stück sich selbst und die Pläne des Widersachers … sondern baut auch, ich nenne es mal … ein geistiges Band zwischen sich und der anderen Person auf. Und manchmal gewöhnt man sich irgendwann daran, eher gleich zu beten als schlecht zu denken oder zu handeln.

    Eine gute Gelegenheit, dass ich diese Praxis wieder selbst ganz entschieden einführe …

  2. emmauspilger schreibt:

    Man kann ständig sündigen, aber auch auf der anderen Seite „vom Pferd fallen“: Sich ständig schlecht und als Sünder fühlen und nicht würdig als Kind Gottes. Da wirkt auch der Widersacher.

    Wenn ich mir die „Gang“ so anschaue, mit der sich Jesus umgeben hat: Etwa Phillipus, der nach 3 Jahren noch nicht wusste, dass Jesus und der Vater gleich sind, Johannes, der Feuer auf Widersprechende senden wollte, Jakobus, der Macht für seinen Dienst forderte oder Petrus, der Jesus mit seiner Glaubensstärke imponieren wollte und kläglich versagte, weil er leugnete. Und doch segnete der Herr sie alle mit dem Friedensgruß.

    Manchmal denke ich, dass Gott viel mehr versagen von uns erwartet, als wir selbst. Es ist beruhigend zu wissen, dass wir nichts tun müssen, dass Gott uns liebt.
    Man muss „nur“ zurücklieben: Eben auch mit dem Gebetsvorschlag, den Tarquinius anmerkt.

    Servus

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