Ein kleines Weihnachtsgeschenk in der Messe

Heute Morgen auf der Fahrt in den Gottesdienst blätterte ich in großer Vorfreude bereits im Gotteslob herum (ich war nicht der Fahrer) und stieß dabei auf das Lied Nr. 245, Menschen, die Ihr wart verloren.
Es ist eines der Lieder, die neu ins Gotteslob aufgenommen wurden und bei denen es wirklich toll ist, dass sie jetzt drin sind. Fröhlich summte ich es vor mich hin und wagte nicht zu hoffen, dass es in dem kleinen Ort gesungen würde, zu dem ich unterwegs war.
Dann kam ich in die Kirche, wo wie immer Wohnzimmergesprächsatmosphäre herrschte (es ist jene Kirche, bei der mich v.a. die Kargheit und Sterilität stört, worüber ich mich schon einmal etwas ausgelassen habe) und alsbald wurde die erste Liednummer angezeigt: 245, alle Strophen. Als sei es ein persönliches Geschenk für mich 🙂
Ich selbst hatte das Lied bereits andernorts kennengelernt noch bevor das neue Gotteslob herauskam, da der dortige Organist den Menschen einige Lieder schon vorab vorstellen wollte, damit die Umstellung besser liefe.
Besonders schön an dem Lied finde ich, dass es vom Beginn des 19. Jahrhunderts stammt, also in dem Sinn kein neues Lied ist, aber eine so wunderbar fröhliche (und zugegebenermaßen etwas pathetische, v.a.  im Refrain) Melodie hat – und natürlich den wunderschönen Text. Hier eine Kostprobe, die Strophen 3 und 4:

„Selbst der Urquell aller Gaben leidet solche Dürftigkeit! Welche Liebe muss der haben, der sich Euch so ganz geweiht! Menschen! Liebt, o liebt Ihn wieder und vergesst der Liebe nie! Singt mit Andacht Dankeslieder und vertraut, Er höret sie!“

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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4 Antworten zu Ein kleines Weihnachtsgeschenk in der Messe

  1. Jürgen Niebecker schreibt:

    Hier in Paderborn war es schon im alten GL drin – im Anhang.
    Schön, daß es gefällt.

    • theresia_viasvitae schreibt:

      Manchmal habe ich auch das Gefühl, in Paderborn sei die Welt noch ein ganz klein wenig mehr in Ordnung, das würde dazu passen 🙂

      • Jürgen Niebecker schreibt:

        Heute haben wir es auch gesungen und ich mußte feststellen, daß der Text etwas anders ist.
        Wir sangen früher in Paderborn (und auch in Münster): »ihm soll Preis und Dank erschallen«
        Aber was stört mich der falsche Text im Buch… hab’s so gesungen, wie immer.

  2. Tarquinius schreibt:

    So kriegt jeder sein kleines Weihnachtsgeschenk! 😉

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