Social Freezing

Zunächst muss zu dieser letzten originellen Idee unserer verwirrten Gesellschaft gesagt sein, dass ich bereits das Wort unglaublich finde. Auch wenn es durch die „Sozialen Netzwerke“ schon etwas an Prestige eingebüßt hat, war das Wort „sozial“ für mich bisher noch immer positiv konnotiert. Damit ist in dieser Verwendung freilich Schluss. Ginge es nach mir, so könnten wir bereits heute „Social Freezing“ als Unwort des Jahres 2014 festlegen.
Inhaltlich gebe es viel zu sagen. Besonders überzeugt hat mich aber die pointierte Argumentation von Birgit Kelle.
Die Frau von heute scheint endlich „frei“ zu sein, statt wie früher – Klischee – unter der Diktatur des Mannes hinter dem Herd zu stehen. Aber frei wozu, fragt Kelle zurecht. Um ganz für den Arbeitgeber da zu sein und erst dann eine Familie „einzuplanen“, wenn sie selbst wiederum von einer jüngeren Frau ersetzt werden kann. O magna libertas!

Hier ein Ausschnitt aus ihrem, wie ich finde, wirklich starken Text:

„Als frauenfreundlich wird das alles verkauft, als Errungenschaft für die Frauen. Als Emanzipation und Selbstbestimmung. Und so merken sie gar nicht mehr, dass sie längst fremdbestimmt sind in einer Gesellschaft, die nicht mehr zulässt, dass Kinder einfach natürlich gezeugt werden und dann auf die Welt kommen, wenn es körperlich am einfachsten ist. Man sagt uns Frauen, man löse den Druck, es mache den Kopf frei. Die Frage ist, wofür?

Die besten Jahre unseres Lebens sollen wir unsere Energie dem Arbeitgeber schenken und nicht unseren Kindern oder der Familie. Und wir machen brav mit und sind so fleißige Arbeitsbienchen. Und dann, wenn wir durch jüngere Frauen ersetzt werden können, dann dürfen wir gebären. Da beklagen Feministinnen, dass durch Prostitution die Sexualität der Frau zur Ware degradiert wird, doch die Fruchtbarkeit der Frau ist längst ebenfalls ein finanzträchtiges Geschäft. Eine neue Stufe der Ausbeutung erreicht. Die Risiken und Nebenwirkungen bleiben allerdings bei uns Frauen. Die Risikoschwangerschaften, das Risiko dann leider auch auf künstlichem Weg kein Kind mehr zu bekommen. Ach ja, dafür gibt es doch Leihmütter, die kann man dann künstlich befruchten und bezahlen. Damit wird auch das Kind zur Ware, zum Objekt.

Lauft, Frauen, lauft! Man befreit euch nicht, man fängt euch ein.“

Hier geht es zum ganzen Artikel von Birgit Kelle

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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