Noch immer begeistert…

…vom neuen Passauer Bischof Stefan Oster!

In der „Augsburger Allgemeinen“ hat er ein sehr langes und, wie ich finde, sehr gutes Interview gegeben. Gut insofern, als dass er einerseits inhaltlich zu ganz verschiedenen Themen fundiert geantwortet hat, andererseits aber auch immer wieder sehr persönlich und dadurch einfach glaubhaft war. Vielen Dank dafür!

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Bischof-Stefan-Oster-Wir-haben-nichts-zu-verbergen-id31000197.html

Einige besonders schöne Zitate möchte ich für diejenigen herausheben, die nicht das ganze Interview lesen:

Wie gehen Sie mit Ihrer plötzlichen Berühmtheit um? Oster: „Natürlich übt so etwas eine Faszination aus, das befriedigt aber nicht wirklich, weil es äußerlich bleibt. Ich sage mir immer: Herr, ich hoffe, das gilt zuerst dir.“

Zum geistlichen Leben: „Geistlich zu leben, das ist einfach das A und O.“

Eine sehr fundierte und, wie ich finde, sehr richtige Antwort zur Frage nach Wort-Gottes-Feiern: „Es spricht grundsätzlich nichts gegen Wort-Gottes-Feiern. Es wird nur schwierig, wenn sie die Eucharistiefeiern am Sonntag ersetzen sollen. Die Eucharistie ist hier sehr zentral. Es gibt aber auch im Negativen eine Zentrierung auf diese Feier, insofern wir wenig geübt sind, anders miteinander zu beten. Warum muss zum Beispiel bei jedem Feuerwehr- oder Schützenjubiläum „eine Mess’ g’feiert werden“? Warum haben wir wenig andere Formen? Wir sind nicht besonders gut darin, Formen des Umgangs mit dem Wort Gottes, mit dem Gebet, zu finden, die unabhängig sind von der Messe.“

Zur Frage, ob er der neue Meisner sei: „Ich will nicht in eine Schublade gesteckt werden. Vielleicht kann ich das mit offener Kommunikation vermeiden. Vielleicht lässt es sich aber auch einfach nicht verhindern. Dann ist es eben so. Aber seltsam ist es schon, wenn man geläufige, katholische Positionen vertritt, dann gleich ein Etikett verpasst zu bekommen.“

Insbesondere letzteres erlebe ich selbst sehr häufig, aber ich finde es faszinierend, dass er das als Bischof der DBK sagt! Ich hoffe, dass durch ihn und seine Verbindung von offener, freundlicher und überzeugter Art und gleichzeitiger Betonung der Bedeutung unserer Glaubensinhalte tatsächlich langsam eine neue Glaubensfreude in Deutschland aufkeimen kann.

Zum Schluss noch eine sehr nette Antwort auf den Standard-Einwand im Kontext des Zölibats, ob es dem Priester in der Seelsorge nicht leichter fallen würde, wenn er selbst Ehe- und Beziehungserfahrung hätte: „Wenn jemand bei einem Priester Rat sucht, dann will er doch hoffentlich, dass der Priester ihm zeigt, wie Gott in sein Leben kommt – und nicht etwa, wie er im Detail das Ehe- und Sexualleben mit seinem Partner gestalten kann. Für so etwas kann er zum Eheberater gehen. Ein Priester soll helfen, dass Menschen gottfähiger werden – und dadurch dann natürlich auch lernen, ihr Beziehungsleben miteinander zu bereichern und zu vertiefen.“

 

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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