As a deer pants for flowing streams

In der hl. Messe, die ich heute besuchen durfte, zog sich durch die verschiedenen Teile das Thema Sehnsucht, das in meinem geistlichen Leben eine zentrale Rolle spielt.

Bereits in der Statio zitierte der Priester einen meiner ausgewiesenen Lieblingspsalmen, Psalm 42: Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach Dir.

Dass ausgerechnet dieser Psalmvers verwendet wurde, hat mich sehr berührt.

In der Predigt wurde das Thema Sehnsucht ausgehend von den beiden Lesungen und dem Evangelium weiter ausgeführt. Besonders in der alttestamentlichen Lesung aus Jesaja (Jes 55, 1-3) kam dabei zum Ausdruck, um welche Sehnsucht es sich hierbei handelt:

Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung! Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

Wir, die wir an Gott glauben, haben Durst nicht nach weltlichen Dingen, die man sich stets erarbeiten oder für die man bezahlen muss. Vielmehr sehnen wir uns nach Gütern, die allein Gott uns geben kann, und dieses Geben kann nur ein Schenken sein, denn was könnten wir vor ihm leisten, das den Verdienst seiner Gaben rechtfertigen würde.

In der zweiten Lesung (Röm 8, 35.37-39) wurde anschließend die Liebe Gottes betont, ohne die keine Beziehung zwischen Gott und Mensch und somit auch kein Erfüllen der menschlichen Sehnsucht nach Gott möglich wäre.

Die Botschaft des Evangeliums (Mt 14, 13-21) schließlich, das an diesem Sonntag die wunderbare Brotvermehrung erzählt, benannte das „Gut“, mit dem die menschliche Sehnsucht gestillt werden kann: Es ist das Brot, in dem uns Jesus selbst begegnet.

Gläubige Sehnsucht ist es, nach Gott zu verlangen und damit nach all dem, was er uns schenken kann. Gläubige Sehnsucht ist es aber auch, sich selbst mit all dem, was man hat, Gott hinzugeben. Somit war der Besuch der heutigen hl. Messe und ihre Botschaft unglaublicher Zuspruch und Herausforderung zugleich.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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