Keine Furcht vor Gott

In der Messe, die ich gestern Abend besuchen durfte, wurde ich tief beeindruckt von der Schlichtheit und großen Tiefe, mit der der Priester in seiner Predigt über das Tagesevangelium sprach. „Kommt alle zu mir, die Ihr Euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde Euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28), so sagt Jesus dort.
Fakt scheint jedoch, dass wir Menschen uns oft schwer tun, mit unserem Leben zu Gott zu kommen. Darauf reagierte der Priester in seiner Predigt auf eine unglaublich sanfte und aus innerem Frieden resultierende Weise, indem er sagte:
„Ich bitte Sie herzlich: Fürchten Sie sich nicht vor Gott. Mit Gott haben Sie wirklich nichts zu verlieren. Jesus möchte Ihnen nichts wegnehmen – im Gegenteil, er hat viel zu geben.“
Diese Worte, zusammen mit dem Evangeliumstext, trafen mitten ins Herz. Es war ein „normaler“ Sonntagsgottesdienst, keine Schola, ein Ministrant, wenn es hochkommt dreißig Kirchenbesucher. Und in dieses triste Zeugnis der heutigen Wertschätzung von Gottesverehrung wird Botschaft hineingesprochen, dass wir uns nicht vor Gott fürchten müssen und dass er unendlich viel zu geben hat.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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