Fronleichnam in München

Zum ersten Mal hatte ich heute die Gelegenheit, bei dem großen Festgottesdienst auf dem Marienplatz und der sich anschließenden Prozession anlässlich des Fronleichnamsfests in München teilzunehmen. Wie ich es mir gestern in meinem Beitrag wünschte, wurde dieser Tag tatsächlich ein Tag der Freude, da man viele überzeugte Katholiken versammelt sehen und viele schöne Lieder singen konnte.

Ich finde es wirklich beeindruckend, dass der Altar hier mitten auf dem Marienplatz direkt vor dem Rathaus steht!

Ich finde es wirklich beeindruckend, dass der Altar hier mitten auf dem Marienplatz direkt vor dem Rathaus steht!

Kardinal Marx hielt seine Predigt wie immer frei und so waren mir teilweise die einzelnen Verknüpfungen der Themen nicht gänzlich transparent. Ein Aspekt, den er gleich zu Beginn brachte, gefiel mir aber sehr: Fronleichnam sei auch ein Fest gegen das Vergessen, gegen das Vergessen nämlich, welches Heil Gott an uns getan hat. An Fronleichnam könnten wir uns vergewissern, dass Jesus Christus da ist, existiert, in besonderer Form in der Eucharistie.

Einerseits war es wunderschön, dass die Sonne vom blauen Himmel herabschien, andererseits aber brachte dies auch mit sich, dass besonders gegen Ende der Messe die Malteser immer häufiger mit einer Trage unterm Arm zum Einsatz laufen mussten.

Da ich weder einem Trachtenverein noch einer katholischen nicht-deutschen muttersprachlichen Gemeinde Münchens o.ä. angehöre, lief ich ganz am Ende der extrem langen Prozession. Das hatte zur Folge, dass ich meilenweit von dem Altar vor der Universitätskirche St. Ludwig entfernt war, von dem aus im Laufe der Prozession der Eucharistische Segen gespendet wurde. Allerdings war die ganze Strecke mit Lautsprechern ausgestattet, sodass man den Zeitpunkt genau mitbekam, und frei nach dem Schriftwort bei Gott ist nichts unmöglich bin ich mir sicher, auch auf diese Weise den Segen bekommen zu haben. Hätte es zur Zeiten des Thomas von Aquin schon Lautsprecher gegeben, bin ich mir aber sicher, er hätte sich dieses Sachverhalts angenommen und in einem ausführlichen Argumentationsakt eine klare Antwort gefunden 🙂

Nach dem Mittagessen entdeckte ich von neuem die wunderschöne Kapuzinerkirche St. Anton nahe des Goetheplatzes, in der absolute Stille und kein Mensch war. Nach dem großen Fronleichnamstrubel tat dies unglaublich gut und lud in besonders schöner Weise zum Beten einer Sext ein, die im Alltag leider oft unter den Tisch fällt.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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