Mitarbeiter Gottes

„In allem erweisen wir uns als Gottes Diener: durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten, durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe, durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken, bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig; wir werden verkannt und doch anerkannt; wir sind wie Sterbende und seht: wir leben; wir werden gezüchtigt und doch nicht getötet; uns wird Leid zugefügt und doch sind wir jederzeit fröhlich; wir sind arm und machen doch viele reich; wir haben nichts und haben doch alles.“ (2 Kor 6,4-10)

 

Ein unglaublich starker Text, wie Paulus den „Mitarbeiter Gottes“ beschreibt. Gestern in der Messe reflektierte Kardinal Marx ausgehend von der Tatsache, dass der Tagesheilige, der hl. Benno, Schutzpatron der Stadt München ist, darüber, wie die Zukunft dieser Stadt aussehen könnte. Er machte darauf aufmerksam, dass in sämtlichen Zukunftsvisionen von Parteien und Organisationen die Kirche oder das Evangelium nicht zu finden wären. So appellierte er an die Anwesenden, unter Würdigung ihres bisherigen Tuns, engagiertere Christen zu sein. Auf dass es weiterhin auch der Glaube und die christliche Grundhaltung seien, die diese Stadt prägen.

Die Lesung aus dem Korintherbrief fasst in ihrer additiven Anreihung unterschiedlichster Elemente und Antithesen die ganze Sprengkraft des Glaubens zusammen, wie Paulus sie empfunden hat. So denke ich, kann dieser Text motivieren, in unserer Wohlstandsgesellschaft neu, engagiert und öffentlich gläubig zu sein, auch wenn dies Entbehrung bedeutet. Denn: Wir haben nichts und haben doch ALLES.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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