beschenkt

Gerade bin ich durch die wunderschöne Abendsonne in die Messe geradelt. Ich hatte mich dagegen entschieden, am Morgen auf dem Weg zur Uni zu gehen, weil ich noch pünktlich zu einer Veranstaltung einige zahlreiche Seiten eines Buches hatte lesen müssen. Das hat auch alles wunderbar geklappt, allerdings musste ich mich heute Abend dann noch einmal gesondert aufmachen und wurde, wie so oft in solchen Situationen, dafür reich beschenkt.

Besonders angesprochen hat mich heute das Evangelium (Joh 15,12-17). In diesem stecken so viele beeindruckende Dinge!

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Was für eine Aussage. Aber es bleibt eben nicht bei einer Aussage. Jesus hat uns diese wahre Liebe vorgelebt. Er hat für uns sein Leben hingegeben.

Ich nenne Euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich Euch Freunde genannt. Jesus nennt diejenigen, die ihm nachfolgen, Freunde. So oft fühlen wir uns winzig vor Gott. Und Jesus sagt, wenn wir tun, was er uns aufträgt, dann sind wir seine Freunde.

Denn ich habe Euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Jesus hat alles gesagt! Es ist nicht so, dass wir sagen müssten, wir könnten gar nicht richtig zu ihm gehören, weil wir nicht wüssten, was das alles genau bedeutet. Er hat uns alles gesagt, was wichtig ist, und, noch mehr, es uns vorgelebt. Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir in dieser Welt durch seine Offenbarung all die Dinge finden können, die wichtig sind auf dem Weg zu ihm.

Nicht Ihr habt mich erwählt, sondern ich habe Euch erwählt. Vielleicht fragen wir uns manchmal, ob wir stark genug sind, um Jesus nachzufolgen. Aber es ist nicht so, dass wir uns eine Lebensart, Essgewohnheit oder neue Sportart ausgesucht haben, die wir nun eine Weile ausprobieren, vielleicht aber nach einer Weile wieder aufhören, weil wir merken, dass das doch nichts für uns ist. Nein. Jesus hat uns erwählt, es ist immer Gott, der zuerst geliebt hat.

Dies trage ich Euch auf: Liebt einander! Schließlich „entlässt“ uns Jesus aus diesem Evangelium mit einer ganz klaren Anweisung, was wir tun können: Liebt einander. Er gibt uns einen konkreten Auftrag mit auf den Weg, was wichtig ist für unseren Alltag. Dieser Auftrag aber steht im Zusammenhang mit all den vorangegangenen Aussagen: Jesu Vorleben, seine Erlösungstat für uns und seine Zusage, dass wir seine Freunde sein würden, macht es möglich, dass wir anders, liebend, leben können, es zumindest versuchen und immer wieder umkehren.

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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