Patrona Bavariae

Neben dem hl. Josef dem Arbeiter, wurde heute in Bayern Patrona Bavariae gefeiert, Maria als Beschützerin Bayerns. 1916, also in den Kriegswirren des 1. Weltkriegs, gewährte Papst Benedikt XV. auf Bitten Ludwigs III. Maria zur Schutzpatronin Bayerns zu erklären.

Dies hatte für mich den Vorteil, dass ich im Dom einen Festgottesdienst sowie eine sich anschließende Maiandacht miterleben konnte.

In der Predigt der Maiandacht ging es um Gnade. An einer Stelle stellte der Regens des Priesterseminars, der die Predigt hielt, fest, dass in der Bibel die besonderen Tage Mariens stünden, ihre Höhe- aber auch Tiefpunkte. „Was aber ist mit den ganz normalen Dienstagen? Den Donnerstagen? Den Tagen, an denen gerade kein Engel vorbeikam?“, fragte er. Und kam zu dem Schluss: Auch diese Tage müssen Gnadentage im Leben Mariens gewesen sein, denn auch der Alltag kann bei Maria, die die göttliche Gnade in solch hohem Maße empfang, nur eine Zeit der Gnade gewesen sein. Aber auch wir könnten unseren Alltag heiligen, meinte er. Insbesondere forderte er uns auf, daran zu denken, wie sehr sich ein Kranker oder ein Flüchtling einen „ganz normalen“ Alltag wünschte, über den wir uns oft beschweren.

Eine Antwort auf die Frage also, wie man den Alltag heiligen kann, ist nach dieser Predigt, einfach dankbar zu sein, ihn geschenkt bekommen zu haben. Dass man gesund ist, seinen Aufgaben nachgehen kann und sich keine großen Sorgen um die eigene Existenz zu machen braucht.

In diesem Sinne:

Deo gratias für den heutigen Tag und Sancta Maria, Patrona Bavariae, ora pro nobis!

Der Dom zu unserer lieben Frau. Gerade ist mal wieder einer der beiden Türme eingepackt.

Der Dom zu unserer lieben Frau. Gerade ist mal wieder einer der beiden Türme eingepackt.

 

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Über theresia_viasvitae

Ich bin Mitte 20, studiere Theologie & Romanistik und möchte mit diesem Blog vor allem Glaube & Alltag bzw. Glaube & Theologie (so paradox das klingen mag) verbinden. Mehr dazu im "About".
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